Haarausfall natürlich behandeln

29.10.2020 17:52


Haare haben schon immer eine große gesellschaftliche Rolle in der Menschheit gespielt. Nicht nur beeinflussen sie unser Erscheinungsbild sehr deutlich, zusätzlich galt und gilt auch heute eine volle Haarpracht in vielen Kulturen als eine Art Statussymbol für Reichtum, Schönheit und Jugend. Leider sind aber besonders mit zunehmenden Alter viele Frauen und Männer von teilweise sehr starkem Haarausfall betroffen. Dies führt nicht selten zu einem reduzierten Selbstwertgefühl und anderen psychischen Beeinträchtigungen oder Scham. Deshalb suchen viele betroffene Personen nach Möglichkeiten, Haarausfall zu behandeln oder präventiv vorzubeugen. Denn auch in der Naturheilkunde lassen sich einige Wirkstoffe und Pflanzen finden, die sich positiv auf unsere Haare auswirken können, sie stärken und glänzend machen.
In diesem Ratgeber finden Sie alle wichtigen Informationen zum Thema „Haare und Haarausfall“ und wie Sie bei so einem Problem in natürlicher Weise vorgehen können. Zusätzlich wird auch auf den Zusammenhang von Haaren, Haut und Nägeln eingegangen, da viele Möglichkeiten auch gleichzeitig diese mitstärken und oft in Kombination behandelt werden.

 

Fakten über Haare

Unsere Haare sind lange Hornfäden, die aus den Haarwurzeln in der Haut entspringen. Horn besteht aus abgestorbenen Zellen, demnach ist Haar bis auf die Wurzel totes Gewebe. Schaut man genauer hin sind seine Bestandteile Keratin, Lipide, Melanin und Wasser. Insgesamt verteilen sich über unseren Körper etwa 5 Millionen Haare, davon sind 100.00 bis 150.000 auf dem Kopf zu finden.

 

Der Lebenszyklus der Haare

Haare wachsen in einem Zyklus. Etwa zwei bis acht Jahre lang erstreckt sich das Wachstum eines Haares und schafft etwa 1,2 Zentimeter pro Monat. Danach sterben die Haarproduzierenden Zellen ab und die Haarwurzel pausiert für drei Monate, bis daraufhin der Wuchszyklus wieder von vorne beginnt.

Haarkultur

Die Haarkultur lebt schon seit sehr vielen Jahren und war schon in der Antike von großer Bedeutung. Sie hat soziale und sexuelle Funktionen. Denn volles Haar symbolisiert der Mystik nach Kraft, Erotik, Gesundheit und Jugend. Deshalb werden Menschen mit vollem Haar in den verschiedenen Weltkulturen meist als sehr schön angesehen.

 

Haarausfall

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Allgemein ist Haarausfall etwas ganz Natürliches und jeder Mensch ist betroffen. Im Normalfall verliert der Mensch zwischen 60 und 100 Haaren pro Tag. Das bedeutet also, dass Sie nicht sofort in Panik verfallen sollten, wenn sie nach dem Kämmen einige Haare in ihrer Bürste oder auf dem Boden finden.

 

Arten von Haarausfall

Haarausfall ist nicht gleich Haarausfall. Es gibt in diesem Zusammenhang verschiedene Arten und Ursachen, die einen verstärkten Haarverlust herbeiführen können:

 

Hormonell bedingter Haarausfall

Hormonell bedingter Haarausfall ist ein Phänomen, was viele Frauen betrifft. Die Haarwurzeln werden von Hormonen gesteuert, sodass diese auch Einfluss auf die Dauer des Haarzyklus haben. Die verantwortlichen Hormone sind Östrogene, also weibliche Hormone. Kommt es zu einem hormonell bedingten Haarausfall, liegt das daran, dass die Hormonproduktion nur eingeschränkt funktioniert oder ein Anstieg von männlichen Hormonen im Körper entstanden ist. Grund für diese Hormonveränderungen können vor allem die Pubertät, eine Schwangerschaft oder die Wechseljahre sein. Auch die Anti-Baby-Pille hat Einfluss auf den Hormonhaushalt und kann zu einem Haarausfall führen.

Erblich bedingter Haarausfall (Alopecia androgenetica)

Die Alopecia androgenetica ist mit 95 Prozent der am häufigsten vertretene Art von Haarausfall. Fast jeder zweite Mann über 50 Jahre ist davon betroffen. Denn erblich bedingter Haarausfall ist eine veranlagte Genmutation, bei der die Haarfollikel in der Kopfhaut besonders empfindlich auf das männliche Sexualhormon Testosteron reagieren. Dadurch sterben die Haarwurzeln ab und die Wachstumsphase der Haare reduziert sich deutlich. Nach dem Absterben der Haarwurzel kann kein neues Haar mehr nachproduziert werden.

Diffuser Haarausfall

Diffuser Haarausfall beschreibt eine Art von Haarausfall die mit dem Wuchszyklus der Haare zusammenhängt. Dabei tritt die Ruhephase der Haare, in der sie ausfallen, frühzeitig ein, sodass ein übermäßiger Haarausfall entsteht. Die Ursachen dafür können sehr vielfältig sein. Möglich sind vor allem Stress und psychische Belastung, Krankheit, Chemotherapie, Medikamente oder auch starke UV-Strahlung. Diese Form von Haarausfall ist aber in den meisten Fällen innerhalb eines halben bis eines ganzen Jahres heilbar. Dafür muss der Auslöser ermittelt und dementsprechend behandelt werden. Verglichen mit dem erblich bedingten Haarausfall ist auch der Verlauf und der Haarverlust sehr individuell und kann am gesamten Kopf auftreten.

Kreisrunder Haarausfall

Der kreisrunde Haarausfall stellt die häufigste entzündliche Haarausfall-Erkrankung dar. Es gibt bislang keine eindeutigen Ursachen dafür. Vermutet wird eine Autoimmunreaktion bei Betroffenen. Die Abwehrzellen stoßen aufgrund einer Fehlregulation des Immunsystems die Haarwurzeln ab. Schubweise entstehen dann runde, kahle Stellen auf dem Kopf ohne Veränderungen der Haut der betroffenen Stellen.

 

Ursachen für Haarausfall

Die Ursachen für Haarausfall können sehr individuell und vielfältig sein. Nicht nur Krankheiten oder erbliche Faktoren spielen dabei eine Rolle, sondern auch unsere psychische Verfassung und Versorgung mit Mineralstoffen. Folglich sind die häufigsten Auslöser für Haarausfall aufgeführt:

·         Erblich bedingte Veranlagung

·         Hormonelle Umstellung (Schwangerschaft, Wechseljahre)

·         Medikamente (z.B. Antidepressiva, Beta-Blocker, Schilddrüsenmedikamente)

·         Eisenmangel

·         Vitalstoffmangel

·         Stress/ psychische Probleme

·         Umweltgifte (Abgase, Lacke, Farben)

·         Übermäßiger Konsum von Alkohol, Nikotin etc.

Zusätzlich ist es möglich, dass unpassende Haarpflegeprodukte auch zu einem verfrühten Haarausfall führen können. Beispielsweise sehr aggressive Shampoos, Haarfarbe oder eine Dauerwelle sind mögliche Grüne dafür.

 

Hausmittel bei Haarausfall

Das eine Wundermittel gegen Haarausfall gibt es leider nicht. Denn die Gründe für das Problem können stark variieren. Deshalb muss individuell mit Hintergrund der genauen Ursache behandelt werden. Bei Mangelerscheinungen beispielsweise kann gut mit der Substitution der fehlenden Nährstoffe und Vitamine gearbeitet werden. Besonders für erblich bedingten Haarausfall gibt es auch viele Medikamente, die aber oft mit heftigen Nebenwirkungen einhergehen können. Um diese zu vermeiden kann aber auch alternativ auf natürliche Behandlungsmöglichkeiten aus der Pflanzenwelt zurückgegriffen werden. Halten Sie bei Fragen und Unsicherheit in jedem Fall Rücksprache mit Ihrem Hausarzt oder Heilpraktiker.

 

Haut, Haare & Nägel zusammen stärken

Viele, die ihre Haare stärken wollen, legen gleichzeitig auch großen Wert auf gepflegte Haut und Nägel. Neben einem gesunden Lebensstil mit ausgewogener Ernährung und regelmäßiger Bewegung, gibt es einige weitere Möglichkeiten das äußere Erscheinungsbild mit natürlichen Mitteln zu verbessern. Generell sind viele Wirkstoffe, die die Haargesundheit fördern nebenbei gut für Nägel und Haut.

 

Nahrungsergänzung für gesunde Haare

Bockshornklee

Bockshornklee ist ein aus Asien stammendes Gewächs. Seinen Namen hat er den hornförmigen Samen zu verdanken. Bereits zur Zeiten der Antike war er für seine umfangreiche Heilwirkung bekannt und verbreitete sich daraufhin schnell auch in den Mittelmeerraum. Er wurde dann nach und nach in den Gärten der Kloster angebaut. Auch Hildegard von Bingen schätze seine heilende Wirkung. Neben seiner Funktion als Heilmittel ist der Bockshornklee zusätzlich als Gewürz und auch Nahrungsmittel oder Futterpflanze zu verwenden.

Zu seiner Heilwirkung lässt sich sagen, dass er in vielen verschiedenen Bereichen der Naturheilkunde Anwendung findet. Neben seiner antibakteriellen und desinfizierenden Funktion, wodurch er Entzündungen im Körper lindern kann, ist er auch heute noch ein sehr beliebtes Mittel gegen Haarausfall. Er enthält viel Vitamin B3 und Diosgenin, durch welche Haarausfall auslösende Hormone blockiert werden können.

 

Biotin

Biotin ist umgangssprachlich auch als Vitamin H bekannt (H für Haare und Haut). 1936 entdeckten Forscher es und konnten es zum ersten Mal aus Eidotter isolieren. Es gehört zu den wasserlöslichen B-Vitaminen und ist bekannt für seine schützende Funktion bezüglich Haaren und der Haut. Es fördert das Haarwachstum und wirkt unterstützend bei Keratin-Proteinen, wodurch die Gesundheit der Haare gestärkt wird.

 

Kieselerde

Kieselerde wird auch Silicea terra genannt und besteht aus den fossilen Zellhüllen von Kieselalgen im Meer. Sie enthält viel Silizium und wird als Nahrungsergänzungsmittel für Haut, Haare und Nägel angeboten. Es soll Haare und Nägel fester machen und die Elastizität des Bindegewebes erhöhen bzw. Alterungserscheinungen reduzieren. Auch zur Stärkung von Knochen wird es eingenommen.

 

Vitaminmangel

Auch ein Vitaminmangel kann Haarausfall verursachen und begünstigen. Überprüfen Sie deshalb regelmäßig ihr Blutbild, damit ein Mineralstoffmangel frühzeitig erkannt und durch Einnahme von Vitaminpräparaten reduziert werden kann. Folgende Vitamine haben Auswirkungen auf die Haargesundheit:

·         Eisen

·         Zink

·         Vitamin C

·         L-Lysin

 

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Fazit

Haare sind für viele Personen sehr wichtig und auch eine Art Markenzeichen oder Identifikationsmöglichkeit. Deshalb ist es leicht zu verstehen, dass die Angst vor Haarverlust und ungesundem Haar bei vielen groß ist. Unter dem Begriff Haarausfall versteht man einen übermäßigen Verlust der Kopfhaare, der sich auch in unterschiedliche Formen aufteilt:

·         Hormonell bedingter Haarausfall (Frauen sind betroffen)

·         Erblich bedingter Haarausfall (Männer sind betroffen)

·         Diffuser Haarausfall

·         Kreisrunder Haarausfall

Vor allem Frauen, bei denen lange gesunde Haare ein echtes Statussymbol ist, legen Wert auf ihre Haargesundheit. Aber auch Männer haben mit Geheimratsecken und starkem Haarverlust im mittleren Alter zu kämpfen. Viele versuchen deshalb auch schon präventiv Haarausfall zu vermeiden oder, wenn es dazu kommt, ihn mit unterschiedlichen Maßnahmen in den Griff zu bekommen. Dabei spielen besonders natürliche Behandlungsmöglichkeiten eine große Rolle, da mit Medikamenten zur Bekämpfung von Haarausfall oft starke Nebenwirkungen verbunden sind.

Hier sind nochmal die wichtigsten Möglichkeiten zur natürlichen Behandlung von Haarverlust aufgeführt:

·         Nahrungsergänzung durch:

  •  Biotin
  •  Bockshornklee
  •  Silicium
  •  Vitamine

·         Gesunde Ernährung

·         Ausreichend Bewegung

·         Hormonspiegel ins Gleichgewicht bringen

 

Wichtig: Dieser Ratgeber dient lediglich als reine Informationsquelle. Ziehen Sie bei akuten Problemen immer Ihren Arzt zu Rate. Setzen Sie unter keinen Umständen ohne Rücksprache Ihre Medikamente ab und verändern Sie nicht Ihre Dosis selbstständig.

 

Quellen

Strahlende Haut durch Nahrungsergänzungsmittel. ästhet dermatol kosmetol 11, 47 (2019). https://doi.org/10.1007/s12634-019-0026-7

Zschocke, Ina & Radtke, Marc & Cummerow, R. & Dibbern, N. & Blome, Christine & Augustin, Matthias. (2007). A pilot study on the efficacy of silicium gel on the thickness of hair in healthy women with thin hair. Kosmetische Medizin. 28. 283-287.

Dr. Reimann, J., & Schulz, C. (2008). Mikronährstoffe bei Haarausfall. München.

 

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