Darmsanierung in 5 Schritten

03.11.2020 11:19

Beschwerden des Magen-Darm-Traktes wie Durchfall oder Verstopfung, aber auch Migräne, ein durchgehendes Gefühl des Unwohlseins oder eine Erkältung nach der anderen - dies alles sind Gründe, weshalb sich Menschen zu einer Darmsanierung entscheiden. Denn für viele bietet die Darmsanierung eine hilfreiche Methode das gesamte Wohlbefinden zu steigern. Sie stammt aus der Naturheilkunde und ist allseits bekannt. Aktuell findet diese Form der Behandlung immer größeren Anklang, da das Interesse für alternative Heilmethoden anstelle von medikamentösen Therapien stetig wächst.

 

Was genau ist eine Darmsanierung?

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Mittels einer Darmsanierung soll es gelingen, die aus dem Gleichgewicht geratene Darmflora zu beruhigen. Krankmachende Keime sollen reduziert und dafür gute Keime vermehrt werden. Dadurch können Entzündungen im Bereich der Darmschleimhaut gelindert werden. Die verbesserte Darmflora stärkt die Darmbarriere und ihre Schutzfunktion. 

Die Darmsanierung erfolgt über einen bestimmten Zeitraum (meist einige Wochen) und bezieht unterschiedliche Maßnahmen aus den Bereichen Ernährung, Bewegung und Anwendung von Hausmitteln mit ein. 

 

Wann sollte eine Darmsanierung durchgeführt werden – und warum?

In unserem Darm befinden sich etwa 100 Billionen Bakterien, die für uns lebensnotwendig sind. Sie dienen neben der Verdauung gleichzeitig auch der Schutzfunktion unseres Immunsystems. Wir nehmen viele der Viren, Keime und schlechten Bakterien nämlich durch Nahrung und eingeatmete Luft auf, welche im Darm durch die dort lebenden „guten“ Bakterien für uns unschädlich gemacht werden. Für diese Vorgänge muss die Darmflora aber einwandfrei funktionieren. Durch eine falsche Ernährungsweise, Stress, Nikotin oder Alkohol kann das Gleichgewicht der Darmflora gestört und somit Krankheiten auslöst werden. Um das geschädigte System der Darmflora wieder ins Gleichgewicht zu bringen, kann eine Darmsanierung eine hilfreiche Methode bieten. Dabei werden Schadstoffe aus dem Körper herausgespült und der Bakterienhaushalt des Darms kann sich wieder erholen.

 

Die häufigsten Ursachen für eine gestörte Darmflora sind:

  • Magen-Darm-Erkrankungen
  • Antibiotika
  • Zuckerreiche Ernährung
  • Sehr fleischhaltige Ernährung

 

Darmsanierung nach Einnahme von Antibiotika

Antibiotika reizen unseren Magen-Darm-Trakt und können schlimmstenfalls langanhaltende Schäden verursachen. Sie töten alle Bakterien ab, darunter auch die guten Bakterien, die die Schutzfunktion des Darms aufrechterhalten. Forscher des Swedish Institute for Infectious Disease Control konnten anhand einer Studie belegen, dass schon eine siebentägige Behandlung mit einem Antibiotikum die Zahl der Resistenzgene in der Darmflora drastisch erhöht. Darüber hinaus konnten diese auch noch zwei Jahre nach Ende der therapeutischen Maßnahme nachgewiesen werden.1 Um diesem Verlust entgegenzuwirken, kann schon während der Einnahme von Antibiotika mit einer Darmsanierung begonnen werden.

 

Anleitung: Darmsanierung

Wie läuft eine Darmsanierung eigentlich ab? Und welche Schritte gehöre zu einer vollständigen Darmsanierung dazu? Folglich werden alle Schritte, die eine korrekte Durchführung beinhaltet, aufgeführt:

Wichtig ist zu Beginn noch zu erwähnen, dass eine Darmsanierung nicht binnen eines Tages durchzuführen ist. Es wird empfohlen sie über mehrere Wochen zu führen, damit sich der Magen-Darm-Trakt vollständig erholen kann.

 

1.   Darmreinigung

Damit der Darm vor dem Aufbau der Darmflora von allen Reststoffen befreit ist, empfiehlt es sich die Darmsanierung mit einer Reinigung des Darms zu beginnen. Zunächst einmal sollte sich dafür Ruhe und ausreichend Zeit genommen werden. Sie können die Darmreinigung mithilfe eines Abführmittels, welches Sie in der Apotheke erhalten, durchführen. Alternativ ergibt sich die Methode der Verwendung eines Einlaufes. Auch diesen kann man in der Apotheke erwerben.

Mit Methode der Darmreinigung wird der Darm restlich geleert und gründlich gereinigt. Durch den hohen Flüssigkeitsverlust sollte währenddessen auf eine ausreichende Flüssigkeitsaufnahme geachtet werden.

 

Unterschied: Darmsanierung & Darmreinigung

Häufig werden die Begrifflichkeiten Darmsanierung und Darmreinigung als Synonyme verwendet. Jedoch ist dies praktisch gesehen nicht ganz korrekt. Die Darmreinigung ist ausschließlich ein kurzeitiger Prozess, bei welchem der Darm mittels eines Abführmittels entleert und gereinigt wird. Gleichzeitig bildet dies auch den ersten Schritt einer Darmsanierung. Diese beinhaltet aber hingegen noch einige weitere Schritte und erstreckt sich über einen längeren Zeitraum von mehreren Wochen.

 

2.   Ernährung

Während der Darmsanierung sollte auf eine ausgewogene Ernährung geachtet werden. Dabei verzichtet man idealerweise weitestgehend auf Zucker- und Kohlenhydrate haltige Lebensmittel. Auch der Konsum von Alkohol, Koffein und Nikotin sollte gemieden werden. Stattdessen empfiehlt sich die Einnahme von frischem Obst und Gemüse sowie basischen Lebensmitteln. Eine weitere Möglichkeit, die Darmsanierung zu begleiten, ist die Durchführung einer Fastenkur. Diese kann allerdings äußerst anstrengend sein und ist schwieriger in den Alltag zu integrierbar, da besonders in den ersten Tagen viele Nebenerscheinungen wie Kopfschmerzen oder Müdigkeit auftreten können. Aus diesem Grund sollten Sie eine Fastenkur nur gewissenhaft mit viel Ruhe und Zeit beginnen. Essenziell für eine Darmsanierung ist sie nicht.

 

3.   Flüssigkeitszufuhr

Viel Wasser zu trinken ist generell wichtig und gesund. Besonders bei einer Darmsanierung wird der Darm durch eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr entlastet und die Verdauung erleichtert, Giftstoffe werden besser ausgespült. Empfohlen sind täglich mindestens sechs große Gläser Wasser.

 

4.   Einsatz von Hausmitteln

Heilerde: Die reinigenden Eigenschaften von Heilerde sind bei einer Darmsanierung hilfreich. Es wird empfohlen täglich etwa einen Esslöffel Heilerde mit Wasser verdünnt einzunehmen.

 

Leinsamen/Flohsamen: Ein weiteres wertvolles Mittel während einer Darmsanierung. Auch die Samen haben eine reinigende Wirkung für den Darm. Nach Einnahme quellen sie im Darm auf und binden dort festsitzende Schadstoffe an sich. Anschließend werden sie zusammen ausgeschieden.

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5.   Gute Darmbakterien

Nach der Säuberung des Darms ist es wichtig, den Haushalt der gesunden Bakterien im Darm wiederherzustellen und deren Wachstum zu unterstützen. Dies kann mittels der Einnahme von Darmbakterien in Form von Nahrungsergänzungsmittel erfolgen. Dabei handelt es sich um Milchsäurebakterien, die eine unterstützende Funktion für den Darm haben. Auch in Studien wurde gezeigt, dass solche Bakterienkulturen das Risiko für Durchfallerkrankungen bei der Einnahme von Antibiotika verringern können.2 Sie können hochdosiert in Kapsel- oder Pulverform substituiert werden, aber sind auch in einer Vielzahl von Lebensmitteln natürlich enthalten. Darunter fallen:

 

  • Joghurt, Molke & Kefir
  • Sauerkraut
  • Saure Gurken
  • Apfelessig
  • Käsesorten mit lebenden Milchsäurebakterien
  • Kimchi
  • Kombucha


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Mögliche Nebenwirkungen

Die Anwendung von Darmsanierungen ist Teil einer jahrtausendealten Tradition und wurde bereits in der Antike, der alten chinesischen Medizin und der ayurvedischen Lehre angewandt. Für den Körper ist eine Darmsanierung generell ungefährlich, sollte aber korrekt durchgeführt und bestenfalls von einem Fachmann/ einer Fachfrau begleitet werden. Dennoch können durch die starke Ausleitung der Giftstoffe geringe Beschwerden wie Kopfschmerzen, Schwindel oder unreine Haut als Nebenwirkungen auftreten. Diese sind aber nicht gefährlich und sollten nach kurzer Zeit wieder abklingen. Bleiben sie bestehen, ist zu empfehlen einen Arzt zu Rate zu ziehen, da eventuell andere Ursachen die Symptome auslösen können.

 

Fazit

Naturheilverfahren wie eine Darmsanierung finden derzeit großen Anklang in der Bevölkerung und werden gerne zur Regenerierung der Darmflora und zur Stärkung des Immunsystems eingesetzt. Die Ziele sind kurz zusammengefasst:

 

  • Die Regeneration der Darmschleimhaut
  • Die Wiederherstellung des Gleichgewichts der Darmflora
  • Die Eliminierung von schädlichen Bakterien und Pilzen
  • Eine Linderung von Entzündungsprozessen im Darm-Trakt

 

Wichtig: Dieser Ratgeber dient lediglich als reine Informationsquelle. Ziehen Sie bei akuten Problemen immer Ihren Arzt zu Rate. Setzen Sie unter keinen Umständen ohne Rücksprache Ihre Medikamente ab und verändern Sie nicht Ihre Dosis selbstständig.

Quellen

1.    Jenberg, C. e. (November 2010). Long-term impacts of antibiotic exposure on the human intestinal microbiota. Microbiology.

Bradley, C. e. (kein Datum). Probiotics for the Preventation of Clostridium difficile-Associated Diarrhea: A Systematic Review and Meta-analysis.

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