Die Leber natürlich entgiften

23.10.2020 08:43

Lebererkrankungen – weit verbreitet, aber nur wenig bekannt. Experten nach leiden über 5 Millionen Mensch deutschlandweit unter Erkrankungen der Leber. Darunter seien sehr viele Patienten, die ihre Erkrankung nicht einmal bemerken, obwohl sie durchaus ernst sein kann. Grund dafür sind uneindeutige Symptome und die geringen Schmerzen, die mit einer solchen Erkrankung einhergehen. Das späte Erkennen einer Lebererkrankung kann schließlich zu Leberkrebs oder einer Leberzirrhose führen. Um dies zu vermeiden wird eine frühzeitige Prävention und eine regelmäßige Kontrolle des Organs empfohlen.

 

Um die Leber rechtzeitig vor schlimmeren Erkrankungen zu schützen, entscheiden sich viele Menschen mittlerweile für eine natürliche Entgiftung der Leber. Denn es liegt in der eigenen Hand dieses lebenswichtige Organ zu schützen. Deshalb ist Lebergesundheit ein wichtiges Thema, über welches ausreichend aufgeklärt werden sollte.

 

Die Leber: Stoffwechselfabrik und Speicherorgan

 

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Die Leber ist das größte der innerhalb des Körpers liegenden Organe. Sie wiegt bei Erwachsenen zwischen 1.500 bis 2.000 Gramm. Neben dem Herzen ist sie als einziges Organ an zwei Blutkreisläufe angeschlossen. Sie verstoffwechselt Fette, Kohlenhydrate und Eiweiße. Zusätzlich dient sie zur Entgiftung des Körpers. Giftige Stoffwechselendprodukte (Alkohol, Medikamente, etc.) kann der Körper über die Leber ausscheiden. Übermäßige Glucose kann die Leber speichern und bei erneutem Bedarf zur Verfügung stellen.

Das Besondere an der Leber ist ihre Fähigkeit sich selbst erneuern zu können. Gewebe, welches geschädigt wurde oder durch Operationen entfernt werden musste, kann sie selbst wiederbilden. Gesunde Menschen benötigen nur rund einen Drittel der normalen Lebermasse. Dadurch bietet sich für die Medizin auch eine gute Möglichkeit der Organtransplantation mittes einer Lebendspende. Jedoch muss beachtet werden, dass die Erneuerungsfunktion nur begrenzt möglich ist. Erkrankungen oder Fehlfunktionen des Organs können diese einschränken.

  

Was schadet der Leber?

Obwohl die Leber ein wahrer Überlebenskünstler ist und viel aushalten kann, gibt es dennoch zahlreiche Giftstoffe, die sich negativ auf die Lebergesundheit auswirken. Viele alltägliche Konsumgüter und Lebensweisen schaden der Leber langfristig, auch wenn man dies zunächst nicht wahrnimmt. Dazu gehören:

  • Alkohol und Nikotin
  • Süßigkeiten und gesüßte Lebensmittel
  • ungesunde Fette (zum Beispiel Transfette)
  • Bewegungsmangel
  • zu wenig Schlaf


    Erkrankungen der Leber

    Bis eine Erkrankung der Leber entdeckt wird, vergeht häufig viel Zeit und viele Krankheiten sind bei der Diagnose schon weit fortgeschritten. Denn das Problem ist, dass Lebererkrankungen keine spezifischen Symptome verursachen, höchstens Müdigkeitserscheinungen oder ein Druckgefühl im Oberbauch sind bei einzelnen Betroffenen wahrzunehmen. Nicht selten werden die Krankheiten also zufällig entdeckt per Blutbild oder Ultraschall. Im weiteren Verlauf wird dann zusätzlich eine Gewebeprobe entnommen.

     

    Fettleber

    Bei einer Fettleber lagern die Zellen der Leber vermehrt Fett ein. Ursachen dafür sind Alkohol, Medikamente oder einen ungesunden Lebensstil. Etwa 20 bis 30 Prozent der deutschen Bevölkerung der westlichen Industriestaaten leiden unter dieser Erkrankung. Zunächst ist eine Fettleber harmlos und Beschwerden bleiben aus. Fortgeschritten kann sie aber gravierende Folgen haben. Die Struktur der Leber verändert sich und es kann zu Entzündungen kommen (siehe Hepatitis). Zusätzlich kann es dazu führen, dass ein Anstieg der Bildung von Bindegewebe zwischen den Leberzellen erfolgt, wodurch das Gewebe vernarbt (siehe auch Leberzirrhose). Damit diese Fälle nicht eintreten, wird zur Behandlung zunächst eine Änderung des Lebensstils vorgenommen. Dabei kann sich die Leber bestenfalls vollständig selbst regenerieren.

     

    Hepatitis (Leberentzündung)

    Die Hepatitis ist eine Entzündung der Leber, die sich in viele unterschiedliche Erkrankungsformen aufteilt:

    • Virushepatitis (Hepatitis A,B,C,D,E)
    • Virusbegleithepatitis
    • Autoimmunhepatitis

    Im Volksmund wird sie auch Gelbsucht genannt (häufig gelbliche Veränderung der Haut). Die Ursachen für diese Krankheit sind sehr heterogen. Infektionen, Medikamente, Übergewicht aber auch Alkohol können eine Hepatitis auslösen. Zusätzlich wird die Hepatitis in eine akute und eine chronische Form unterteilt, welche sich durch die Dauer der Erkrankung unterscheiden. Akute Formen haben meist eine Dauer von weniger als einem halben Jahr und heilen meist von selbst aus. Bei chronischen Formen kann es zu einer dauerhaften Schädigung der Leber kommen, worauf eine Leberzirrhose oder Leberkrebs die Folge sein können.

     

    Leberzirrhose

    Bei einer Leberzirrhose wird nach und nach gesundes Gewebe der Leber in Bindegewebe umgewandelt und vernarbt. Dadurch sinkt die Funktionsfähigkeit der Leber immer weiter ab. Im schlimmsten Falle kann es zu einem Leberversagen kommen. Ursachen dafür können Alkoholmissbrauch, eine Leberentzündung, auch andere Erkrankungen der Leber (z.B. Fettleber), des Herzens, des Stoffwechsels oder Medikamente und Giftstoffe sein. In frühen Stadien der Leberzirrhose ist die Behandlung durch die Bekämpfung der auslösenden Erkrankung (Hepatitis oder Alkoholsucht) von Bedeutung. Zusätzlich sollte ein gesünderer Lebensstil mit Ernährungsplan und Bewegung aufgestellt und befolgt werden. In späteren Stadien sind diese Behandlungen meist nicht mehr wirksam und es muss eine Lebertransplantation in Erwägung gezogen werden.

     

    Leberkrebs

    Leberkrebs entsteht häufig durch eine Vorerkrankung der Leber. Zellen der Leber verändern sich genetisch und vermehren sich ungebremst weiter. Normalerweise werden solche Zellen vom körpereigenen Immunsystem zerstört. Jedoch schaffen es einige Zellen diesem Prozess zu entkommen und bilden bösartige Tumore. Wie bei den anderen Erkrankungen der Leber treten in frühen Stadien selten Symptome auf, wodurch der Krebs oftmals lange unentdeckt bleibt. Je nach Stadium des Tumors kann mittels einer kurativen Therapie behandelt werden, zum Beispiel durch eine Lebertransplantation oder operative Entfernung des Tumors. Bei fortgeschrittenen Stadien können nur noch palliative Maßnahmen greifen, die Schmerzen lindern und die restliche Lebenszeit qualitativ verbessern mit Chemotherapie, Schmerzlinderung und Verstopfung der Blutgefäße, die den Tumor versorgen.

     

    Entgiftung - wann & wieso?

    Die Leber unterstützt den Körper mit vielen lebenswichtigen Funktionen. Aus diesem Grund sollte die Gesundheit des Organs nicht unbeachtet bleiben. Eine Entgiftung der Leber kann die Funktion der Leber verbessern und sichert ihre Gesundheit. Es wird sogar empfohlen einmal jährlich die eigene Leber für mindestens vier Wochen zu reinigen. Denn so lange braucht das Organ sich selbst vollständig zu regenerieren. Besonders in Verbindung mit einer Darmsanierung ist diese Methode zu empfehlen.

    (Weitere Informationen zum Thema Darmsanierung finden sie unter dem gleichnamigen Ratgeber).

     

    Natürliche Entgiftung der Leber

    Die Leber auf natürliche Weise zu entgiften, ist eine gute Möglichkeit die Leber vor dem weiteren Einfluss von Giftstoffen zu schützen und ihr eine Regenerationspause zu gönnen.

    Zunächst gibt es eine Zahl von natürlichen Lebensmitteln, die Ihre Gesundheit der Leber stärken und unterstützen können:

    Lebensmittel zur Unterstützung der Leberentgiftung:

    • Knoblauch
    • Walnüsse
    • Brokkoli
    • Zitrone
    • Rote Beete
    • Artischocken
    • Leinöl
    • Kurkuma

     

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    Mariendistel

    Bereits in der Antike war die Heilwirkung der Mariendistel bekannt. Und zählt mittlerweile zu den beliebtesten Heilpflanzen Europas. Die Pflanze ist ein Antioxidationsmittel, dass eine das Immunsystem unterstützende Wirkung hat. In ihr ist der Wirkstoff Silymarin, welcher für eine bessere Leberdurchblutung wirkt und die Regeneration und Neubildung von Leberzellen aktiviert. Er dient zur Stabilisierung der Zellmembranen und verhindert somit das Eindringen von Giftstoffen. [1,2]

    Artischocke

    Artischockenextrakt

    Die Artischocke ist vor allem bekannt als Delikatesse und stammt ursprünglich aus den arabischen Ländern, bis sie vor mehreren tausend Jahren auch den Weg nach Europa schaffte. Denn sie ist eine vielversprechende Pflanze, die nicht nur als Speise genossen werden kann. Gleichzeitig werden ihr heilende Aspekte zugeschrieben, weshalb sie auch in der Naturheilkunde viel Zuspruch findet. Die in ihr enthaltenen Bitterstoffe regen den Stoffwechsel an. Zudem hat sie eine positive Wirkung auf die Lebergesundheit, indem sie den Gallenfluss aktiviert, eine entgiftende Wirkung verspricht und Leberzellen schützt und zur Regeneration anregt. [3]

    Leber entgiften in drei Tagen- ist das möglich?

    Eine häufig gestellte Frage ist, ob eine Leberentgiftung innerhalb nur weniger Tage möglich sei. Dies ist praktisch nicht vollständig so schnell umzusetzen. Die Leber benötigt etwa einen Monat Regenerationsphase, um sich vollständig von allen Strapazen erholen zu können. Jedoch können auch durch kurze Entgiftungsphasen Verbesserungen der Lebergesundheit bewirkt werden. Bei einer ernsten Lebererkrankung oder entsprechenden Symptomen sollte jedoch mit einem Arzt gesprochen und generell auf leberschädigende Stoffe verzichtet werden.

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    Mögliche Nebenwirkungen

    Bei einer Entgiftung der Leber können gegebenenfalls unangenehme Begleiterscheinungen auftreten. Grund dafür ist, dass die sich in der Leber über einen Zeitraum Schadstoffe und Körpergifte angestaut haben und durch die Entgiftung alle gleichzeitig in großer Menge freigegeben werden.

     

    Mögliche Nebenwirkungen sind:

    • Durchfall
    • Bauchschmerzen
    • Hautunreinheiten
    • Unwohlsein

     

    Fazit

    Die Leber ist ein sehr wichtiges Speicherorgan des Körpers mit einer großen Besonderheit – sie kann sich selbst regenerieren. Trotzdem sollten wir schonend mit ihr umgehen, denn ihre Selbstregenerationskraft wirkt nur bis zu einem gewissen Punkt. Große Schäden und Erkrankungen der Leber können schwerwiegende Folgen haben und sind häufig erst spät zu erkennen. Von daher ist es bedeutend sich auch schon präventiv um die Gesundheit der eigenen Leber ausreichend zu kümmern. Gerne nutzen immer mehr Menschen dafür den Weg der natürlichen Leberentgiftung. Dabei sollte auf

     

    • den Verzicht von leberschädigenden Stoffen (Alkohol, Nikotin, ungesunde Ernährung, Medikamente)
    • Einnahme von leberstärkenden Lebensmitteln und Wirkstoffen (Artischocke, Mariendistel)
    • ausreichend Bewegung (kann zusätzlich zur Gewichtsreduktion führen)
    • einen generellen gesunden Lebensstil

    geachtet werden.  Eine Entgiftung der Leber sollte regelmäßig, im besten Fall für etwa einen Monat durchgeführt werden, damit sich das wichtige Organ vollständig erholen kann. Bleiben Sie gesund!

     

    Wichtig: Dieser Ratgeber dient lediglich als reine Informationsquelle. Ziehen Sie bei akuten Problemen immer Ihren Arzt zu Rate. Setzen Sie unter keinen Umständen ohne Rücksprache Ihre Medikamente ab und verändern Sie nicht Ihre Dosis selbstständig.

     

    Quellen

    1.    Mulrow, C. e. (2000). Milk thistle: effects on liver disease and cirrhosis and clinical adverse effects: summary.

    2.    Bachmann, C. (2014). Mariendistel zur Behandlung verschiedener Leberschäden: Klinische Studien belegen Wirksamkeit.

    3.    Panahi, Y. e. (2018). Efficacy of artischoke leaf extract in non-alcoholic fatty liver disease: A pilot double-blind randomized controlled trial.

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